Gute Gründe
Studien zum Thema Freiwilliges Engagement und Jungen belegen:
- Junge Männer sind weniger im sozialen Bereich engagiert als Frauen
- Je geringer die Schulbildung, desto geringer auch das Engagement
- Unabhängig von Bildung und Geschlecht haben Engagierte einen größeren Freundeskreis als nicht Engagierte
- Engagierte sind mit ihrem Leben zufriedener
- Von den im Sozial- und Gesundheitsbereich tätigen Befragten war ein Viertel in der Jugendzeit engagiert
- 90 % der Befragten gaben an, dass sie die erlernten Fähigkeiten auch in anderen Lebensbereichen anwenden konnten
- Jugendliche müssen sich verorten in der globalen Welt. Freiwilliges Engagement vermittelt Bindung, soziale Kontakte und Sicherheit.

Studie des Deutschen Jugendinstituts mit der Technischen Universität Dortmund (Forschungsverbund) „Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement“
Eine empirische Studie zum informellen Lernen im Jugendalter (2008), Eurovol Studie (1994)
Wichtiger Beitrag zur Integration
Ein Ergebnis der Studie vom BASS (Büro für Arbeits- und Sozialpolitische Studien/ "Gesellschaftliche Kosten unzureichender Integration von Zuwanderern Deutschland") besagt, dass für Chancen auf dem Arbeitsmarkt gute Sprachkompetenzen und ein gutes Bildungsniveau erforderlich sind. Eine weitere Variable wird in der Studie zudem das „soziale Engagement“ hinzu gezogen. Menschen mit Migrationshintergrund, die sich engagieren und so über soziale Netzwerke verfügen, helfe dies bei der Arbeitsplatzsuche und bei der Integration in die Gesellschaft.
Die Notwendigkeit des freiwilligen Engagements resultiert aus:
- Mangelnde Perspektiven bei Jungen mit Migrationshintergrund bezüglich Berufswahl (Uhly/ Granato 2006),
- Jungen mangelt es oftmals an sozialen Kompetenzen
- 62 % der Schulabgänger ohne Abschluss sind Jungen (Statistisches Bundesamt, Kommunale Kassenstatistik, dstgb 2006)
- Hoher Bedarf an männlichen Personal in der sozialen Arbeit*
*(Aktionsrat-Bildung/ Jahresgutachten 2009)
Die Schwierigkeiten der Identitätsfindung
Auch die Identitätsfindung von Jungen und Mädchen erweist sich als ein Prozess, der von Unsicherheiten geprägt ist. Das Wegbrechen von Verlässlichkeiten eröffnet Ihnen Gestaltungszwänge wie auch neue Gestaltungschancen.
Die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern ein hohes Maß an Selbstorganisation von den Mädchen und Jungen.
Die Dualismen der entfalteten Modernisierung fungieren als Kontextualisierungs - Herausforderung.
In einer Multioptionsgesellschaft ist es wichtig, sich festzulegen und Entscheidungen zu treffen!
Mit dem Wegbrechen von tradierten, vorhersehbaren Wegen und der eigenen Entwicklung wird die Suche nach Sicherheit und nach Vertrauen unabdingbar.
Alternative Handlungsstrategien müssen für junge Menschen erlebbar werden.
Die Anforderungen an Jungen mit einem Migrationshintergrund verlangen von ihnen beispielsweise ein hohes Maß an Flexibilität, dem sie oft nicht gewachsen sind.
Hier trägt das Projekt bei, Kulturen und unterschiedliche Generationen erlebbar zu machen.
Jungen können ihre Kompetenzen, z.B. in der Kindertagesstätte als „Dolmetscher“, erproben. Somit wird ihnen eine Wertigkeit ihrer Muttersprache vermittelt.

Daraus resultiert:
Informelle Netze, Freundschaft, Empathie und Gemeinschaft nehmen einen größeren Stellenwert bei Jugendlichen ein und erfahren eine neue Wertigkeit.
Die verlängerte Jugendphase und der aufgeschobene Wechsel in eine selbständige Lebensführung verlangen von den Jungen und Mädchen, sich passende Sozialräume und Orte zu erschließen, in denen sie Verantwortung übernehmen können. Unter der Prämisse, dass das Engagement auf Freiwilligkeit beruht, kann die Eigenverantwortlichkeit erprobt werden. Eine Folge des Engagements könnte ein Schritt in eine gelungene Integration in die Gesellschaft darstellen. Dies geschieht durch Anerkennung des freiwilligen Dienstes und die hieraus resultierende positive Bewertung der Jungen.